im KV in Deutschland im Jahr 2024
bei 0,8 Tonnen CO₂ pro Lkw-Ladung
bei Entfernungen pro Sendung Ø 500 km




Der Kombinierte Verkehr hat zwar nur 7,8 % Anteil an der Beförderungsleistung des Gesamtgüterverkehrs in Deutschland – doch seine Bedeutung geht weit über diesen geringen Prozentsatz hinaus. Mit über 41 % Anteil an der Beförderungsleistung im Schienengüterverkehr zeigt er deutlich, wie stark die Schiene im intermodalen Kontext bereits genutzt wird. Wird dieser Verkehrsteil nun zurück auf die Straße verlagert, dann bedeutet das:
- Ein erheblicher Teil der Güter, die bislang effizient und relativ umweltfreundlich auf der Schiene liefen, müsste über Lkw transportiert werden.
- Durch die Kapazitätsverschiebung steigt die Straßenbelastung, Emissionen und Unfallrisiken nehmen zu – denn die Schiene ist deutlich effizienter und sicherer pro transportiertem Tonnenkilometer.
- Die bisherigen Investitionen in Terminals, Bahninfrastruktur und Vernetzung werden entwertet, wenn der KV-Anteil weiter schrumpft und die Straße verstärkt genutzt wird.
- Der Rückgang der Leistung im KV (mit Rückgängen von - 6,8 % bzw. - 8,2 % im Jahr 2023) deutet bereits darauf hin, dass die Verlagerung stattfindet – und zwar in einer kritischen Phase.
- Politische Ziele wie Versorgungssicherheit, Verringerung von Verkehrs- und Umweltbelastungen und ein nachhaltiger Verkehrsträger werden ernsthaft gefährdet, wenn die Schiene geschwächt wird.
Kurz gesagt: Jede verlorene Tonne, die von der Schiene auf die Straße wechselt, verschlechtert nicht nur Wettbewerbsfähigkeit und Umweltbilanz – sie verschiebt das Gleichgewicht im Güterverkehr hin zur ineffizienteren und riskanteren Variante.
Deshalb ist es unerlässlich, jetzt gegenzusteuern.
*alle Zahlen und Grafiken: Quelle SGKV